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Sportförderunterricht

Sportförderunterricht wird zusätzlich zum Sportunterricht erteilt. Auf Grund besonderer Entwicklungsbedingungen und -möglichkeiten von Kindern findet er vorwiegend im Primarbereich sowie in den Schuljahrgängen 5 und 6 statt.

In den letzten Jahren haben sich die Entwicklungsbedingungen für viele Kinder erheblich verschlechtert. Verantwortlich dafür sind die soziokulturellen Veränderungen wie die Technisierung des Alltags, Veränderungen in der Familie und ökologische Probleme, die die Kindheit als eigenständige Lebenswelt gefährden. Sinnliche Erfahrungen und Wahrnehmungen werden immer mehr eingeschränkt, Bewegungs- und Körpererfahrungen auf ein Minimum reduziert. Falsche und einseitige Ernährung sowie unsinnige Eßgewohnheiten führen zu organischen Störungen und sind in Verbindung mit dem Bewegungsmangel verantwortlich für Übergewicht und Fettleibigkeit. Koordinationsschwächen, Herz-Kreislauf- und Haltungsschwächen sind die häufig beschriebenen Folgeerscheinungen, die, in einem wahren Teufelskreis, die psychische Befindlichkeit der Kinder beeinflussen, Bewegungshemmungen, Angst und Unsicherheit auslösen sowie mangelndes Selbstvertrauen und abweichendes Sozialverhalten bewirken können.

Die Bewegungsförderung ist zentrales Anliegen des Sportförderunterrichts. Er übernimmt die Aufgabe der ganzheitlichen Förderung von Kindern mit motorischen und psycho-sozialen Auffälligkeiten mit dem Ziel, einen Beitrag zur Unterstützung, Stabilisierung und Harmonisierung ihrer Persönlichkeit zu leisten.

Darüber hinaus ist der Sportförderunterricht ein wichtiger Baustein der Gesundheitsförderung und der Freizeiterziehung. Durch Aufbau und Stärkung personaler, sozialer und körperlicher Gesundheitsressourcen strebt er an, ein dem Entwicklungsstand angemessenes Verständnis von Gesundheit herzustellen. Er kann dazu beitragen, dass Kinder Bewegung als ein bedeutsames Element der Freizeitgestaltung annehmen.

Schwerpunkt für den Sportförderunterricht ist, unter Berücksichtigung der Bedürfnisse sowie der psycho-sozialen und motorischen Voraussetzungen der Kinder gleichwertig motorische, soziale, emotionale und kognitive Ziele zu verwirklichen.

Aus motorischer Sicht ist es vordringliches Ziel des Sportförderunterrichts, das natürliche Bewegungsbedürfnis von Kindern zu erhalten bzw. wieder Freude an Bewegung zu wecken. Hierfür ist das Ermöglichen vielfältiger positiver Körper- und Bewegungserfahrungen Voraussetzung.
Die Vermittlung sportmotorischer, freizeitorientierter und künstlerisch-ästhetischer Fertigkeiten eröffnet den Kindern Zugänge zur Bewegungskultur in ihrer Schule und Freizeit.

Die Schülerinnen und Schüler lernen im Sportförderunterricht, soziale Beziehungen einzugehen und verantwortlich zu gestalten. Ziele sind hierbei die Erhöhung der sozialen Sensibilität und Empathie, der Toleranz und Rücksichtnahme, der Kontakt- und Kooperationsfähigkeit, der Konfliktfähigkeit, der Frustrationstoleranz sowie der Kommunikationsfähigkeit.
Das Bewegungsverhalten eines Kindes und seine Fähigkeit zu sozialer Interaktion geben Aufschluss über seine psychische Befindlichkeit. Diese kann vielfach durch Sportförderunterricht positiv beeinflusst werden.
Die Schülerinnen und Schüler können im Sportförderunterricht die Fähigkeit erwerben, sich eigener Stimmungen, Gefühle, Bedürfnisse und Wünsche deutlicher bewusst zu werden und sie zum Ausdruck zu bringen. Sie lernen, negative Erlebnisse zu bewältigen, indem sie mit ihnen so umgehen, dass sie Erleichterung und Zufriedenheit erfahren. Sie entwickeln auch die Fähigkeit, auf Befindlichkeiten, Bedürfnisse und Wünsche anderer angemessen zu reagieren.

Für eine zunehmend selbstständige und verantwortungsvolle Gestaltung des Bewegungslebens sind Wissen und Reflexionsfähigkeit über Bewegung, Spiel und Sport ebenso notwendig wie über die Eigenheiten und Reaktionsweisen des Körpers. So werden auch gesundheitsrelevante Kenntnisse und Verhaltensweisen genau wie elementare Sicherheitsaspekte vermittelt. Die Schülerinnen und Schüler werden zunehmend befähigt, ihr Leistungsvermögen besser und selbständig einzuschätzen.

Zusammenfassend kann man sagen, Sportförderunterricht ist eine optimale Ergänzung zum Sportunterricht, die Spaß macht und Fit hält.

Sylvia Focke
Lehrerin Sportförderunterricht

freudvolle Entwicklung des Sprunggefühls

Schulen

Grundschule "An der Stadtmauer" (2h)
Grundschule "Astrid Lindgren" (2h)
Grundschule "An der Burg" Lindau (1h)  
  Sekundarschule CIERVISTI (1h)
Gymnasium Francisceum (1h)  
Schule am Heidetor (2h)

Bsp.: Sportförderunterricht "Schwimmen"

Schwimmen als wesentlicher Bestandteil des Sportförderunterrichts, dient im hohen Maße der Gesundheitsförderung und Gesunderhaltung.
Mit dem Schwimmen könne motorische Rückstände abgebaut bzw. ausgeglichen werden. Die Bewegung im Wasser ermöglicht eine Fülle von vielfältigen Bewegungserfahrungen und fördert besonders die Wahrnehmungsentwicklung und die koordinativen Fähigkeiten.
Es trägt zur hygienischen Erziehung bei. Ziel soll es auch sein, die Schüler zu befähigen, in der Freizeit sich z.B. im Schwimmbad gefahrlos und selbstständig sportlich zu betätigen.

Lehrerin für Sportförderung
Brigitte Naumann
Schule am Heidetor

Inhalte

-Wassergewöhnungsübungen zum Abbau der Angst und zur Körperwahrnehmung
-Schulung koordinativer Fähigkeiten wie Gleichgewicht, Anpassungs-, Rhythmus und
Orientierungsfähigkeit
-Kräftigung des Atmungssystems
-Körperspannung erfahren
-Haltungsschulung
-Spiele zur Förderung der Ausdauer, Kraft und des Sozialverhaltens
-Schwimmtechniken in der Grobform
-Baderegeln
-Hygienische Verhaltensregeln

Erwärmung
Technikschulung
Vorübung Kopfsprung